| Presseerklärung vom 05.04.2006 |
Mittwoch, 5.4.2006
Pressemitteilung: mit Bitte um Veröffentlichung
Seit dem Räumungsbeginn vom 30.1. befasst sich nun Obergerichtsvollzieher Weber mit dem Verbleib der Ex-Steffi. Er ließ uns heute Morgen mitteilen, dass es keinen Räumungsaufschub geben wird. Wir, die BewohnerInnnen der Ex-Steffi, sind darüber nicht überrascht, jedoch bekümmert, über den geringen Handlungsspielraum, der uns gegeben wird.
Die Entscheidung, für oder gegen die Räumung des besetzten Hauses in der Schwarzwaldstraße, machte Weber von regelmäßigen Belegen über unserer Fortschritte beim Erwerb eines Ersatzprojektes abhängig.
Es ist unser erklärtes Ziel, als Teil der Initiative Kussmaulstraße, die sich um den Erwerb des Geländes in der Karlsruher Weststadt bemüht, Wohnraum- und Kulturraum zu erlangen. Der Erfolg der Initiative Kussmaulstraße und das Weiterbestehen der Ex-Steffi stehen deswegen im wechselseitigen Verhältnis. Nur mit der Dokumentation der Fortschritte der Initiative lässt sich ein Aufschieben der Räumung erreichen. Nur durch ein Aufschieben der Räumung können wir unsere Kapazitäten für den Erfolg der Initiative ausschöpfen.
Konkret bedeutet das 1.; in dem jetzigen Bebauungsplan für das Gelände ist Kultur und Wohnraum nicht vorgesehen. Wir müssen einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufstellen und dieses Anliegen zur Entscheidung in den Gemeinderat tragen; und 2., unser, für den Kauf des Geländes benötigte Anlagekapital aufzustocken. Für unsere UnterstützerInnen besteht die Möglichkeit durch Spenden und Direktkredite ihr Geld bei uns zinsarm anzulegen und so ein Stück gewachsener Kultur in seine finanzielle Unabhängigkeit zu führen.