| Pressemitteilung vom 10.02.06 |
Pressemitteilung 10.02.06
Gespräche zwischen Stadt und Ex-Steffi zeigen erste Ergebnisse
Heute fand im Rathaus ein weiteres Gespräch zwischen Sozialbürgermeister Denecken und VertreterInnen der Ex-Steffi statt. Dieses Mal war auch eine Mitarbeiterin des Kulturdezernats anwesend. Von unserer Seite wurden Lösungskonzepe zur Verhinderung einer Zwangsräumung und den damit verbundenen Konzequenzen vorgestellt. Beim heutigen Gespräch wurde konkret nur auf die neuen Alternativgebäude eingegangen, zu deren Realisierung wir bereits die ersten Schritte unternommen haben. Von Seiten der Stadt wurde unsere Ernsthaftigkeit begrüßt, wobei sich allerdings mit einem konkreten Unterstützungsangebot zurückgehalten wurde. Ob ein Umzug schon in greifbare Nähe rückt bleibt abzuwarten. Die Anstrengungen dahin sind vielversprechend. Nach wie vor ist eine Doppellösung (Bebauung UND Kulturerhalt) für uns die Ideallösung, um auch den 26 dort ansässigen KünstlerInnen, der "Ateliersgemeinschaft hinterm Hbf", eine Zukunft zu geben.
Das "Konzept Kulturoase" (www.kulturoase.de) wäre dafür geeignet, hinter dem Bahnhof einen natürlich gewachsenen, finanziell unabhängigen Kunst- und Kulturpark leben zu lassen. Eine nur 15%ige Verkleinerung des zu bebauenden Geländes wäre dafür nötig, und würde auch die denkmalgeschützten Gebäude verschonen. Außerdem besteht nach weiterhin das Angebot der BewohnerInnen der Ex-Steffi, ihr Gebäude kaufen zu wollen. Gespräche zwischen Stadt und Ex-Steffi zeigen erste Ergebnisse Von Herrn Denecken kam die klare Aussage, dass im Namen von OB Fenrich bis zum nächsten Gesprächstermin am Fr. 17.02.06 keine Räumung durchgeführt wird. Auf eine schriftliche Zusage ließ sich die Stadt allerdings nicht ein. Bis Freitag werde aber geprüft, ob Bedingungen für solch eine Vereinbahrung gefunden werden können. Sobald die Ex-Steffi einen Vorvertrag für ein Alternativgebäude vorlegen kann, stünde eines schriftlichen Räumungsverzichts dagegen nichts im Wege, so die VertreterInnen der Stadt.
Für uns heißt das, weiterhin mit der Unsicherheit leben zu müssen, morgen vom SEK geweckt zu werden, und übermorgen vor den Trümmern unseres Lebensprojekts zu stehen. Vorallem erschwert es den Prozess, die Grundlagen für ein neues Projekt zu schaffen, d.h. Zeit und Geld zu investieren, Notar, Architekten und Banken ...etc. zu konsultieren ohne die Gewissheit zu haben, dass nicht doch auf einmal die Räumung dazwischen kommt und die getane Arbeit zu Nichte macht.
Wir haben unsere Miete bezahlt und kommen unseren Pflichten nach.
Jetzt ist es an der Stelle der Stadt, Zeichen zu geben, dass unsere Bemühungen nicht auf taube Ohren stoßen und nur eine Zeitverschwendung darstellen. Somal Kein Zeitdruck für eine Räumung der Ex-Steffi besteht fordern wir erträgliche Lebensumstände und den Verzicht auf die Räumung, bis die Alternative vorhanden ist!
Am Samstag findet ab 14:30 Uhr/Stefansplatz die Bundesweite Demo für den Erhalt der Ex-Steffi statt.
Kontakt:
Ex-Steffi
Schwarzwaldstr.79
76137 Karlsruhe
Tel: 0163/7647480
Fax:0721/9377236